Raumabschirmung

B0-Messungen

Durch die Montage einer adäquaten, magnetischen Raumabschirmung, können die magnetischen Einflüsse abgeschwächt werden, so dass danach an einem Standort, der bei der ersten B0-Messung durchgefallen war, problemlos ein MRT-System installiert werden kann.

B0-Messungen

Störende Einflüsse von magnetischen Feldern können ein Ausschlusskriterium bei der Wahl eines Standortes für ein MRT System sein. Straßenbahnen, U-Bahnen, parkende oder fahrende LKW/PKW oder Aufzüge verändern die Magnetfeldbedingungen entsprechend der Entfernung zum Standort eines MRT u.U. so weit, dass ein Standort nicht geeignet ist. Stromführende Leitungen können ebenfalls große magnetische Streufelder erzeugen, die einen großen Einfluss auf Kernspintomographen haben können. inmed misst und dokumentiert die an einem Standort vorhandenen magnetischen Einflüsse in 3 Ebenen über einen Zeitraum von mindestens 24 Stunden. Aus den gewonnenen Messdaten kann somit eine Aussage über die magnetische Verträglichkeit eines Standortes getroffen werden.

Schallschutz

Kernspintomographiesysteme der letzten Generation erzeugen innerhalb des Untersuchungsraums einen Schallpegel von bis zu 110 dB(A). Zur Einhaltung der gültigen Schallschutzverordnungen sind vielfältige Maßnahmen nötig.

Schallschutz

Aufgrund fehlender harmonisierter europäischer Schallschutznormen sind diese derzeit nur national geregelt. Für Deutschland z.B. gelten die TA-Lärmverordnung (Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm), DIN 4109 (Schallschutz im Hochbau) und die Arbeitsstättenverordnung §15. Daraus ergeben sich für Deutschland folgende Richtwerte für MRT-Praxis/Arbeitsstätte/eigengenutzte Räume:

  • 55 dB(A) bei überwiegend geistiger Tätigkeit
  • 70 dB(A) bei überwiegend einfacher mechanisierter Büroarbeit
  • 85 dB(A) sonstiges
  • (Kurzzeitige Überschreitung von 5 dB(A) zulässig)

Außerhalb der MRT-Praxis, fremdgenutzte Räume:

  • 35 dB(A) tagsüber
  • 25 dB(A) nachts
  • (Kurzzeitige Überschreitung von 10 dB(A) zulässig)

Außerhalb des Gebäudes gelten in Kurgebieten für Krankenhäuser und Pflegeanstalten (höchste Anforderungen):

  • 45 dB(A) tagsüber
  • 35 dB(A) nachts
  • (Kurzzeitige Überschreitung von 30 dB(A) tagsüber und 20 dB(A) nachts zulässig)

Schallausbreitung

Grundsätzlich wird in Körper- und Luftschall differenziert. Dadurch ergibt sich ein unterschiedliches Vorgehen zur Verhinderung der Schallausbreitung. Die Schallausbreitung im Raum und innerhalb des Gebäudes (Luft- und Körperschall) ist abhängig von den örtlichen Gegebenheiten, d.h. von der Struktur der Räume und dem Aufbau der Wände, Decken und Böden. Kritisch sind die Befestigungspunkte des Magneten, der Aufbau des HF-Fensters, der Türspalt der Untersuchungsraumtür und die Durchdringungen in der Hochfrequenzabschirmungskabine.

Schalldämmung

Die am Markt übliche Standard-HF-Kabine, ausgeführt als freitragende Konstruktion, erreicht eine Schalldämmung von >40 dB(A). Maßnahmen zum optimierten Schallschutz:

  • Luftschalldämmung: durch zusätzliche Trennwände, schallabsorbierende Vorhänge, zusätzliche schallabsorbierende Decken, schallabsorbierenden Wand- und Kabinenbodenaufbau, HF-Tür und HF-Fenster in Schallschutzausführung.
  • Körperschalldämmung: durch Entkopplung des Magneten vom Gebäude und Einbringung zusätzlicher Massen.

Als Konzept für einen optimalen Schallschutz haben sich folgende Maßnahmen bewährt:

Kabinenboden

  1. Aufständerung des Magneten auf separater Unterkonstruktion, schwimmend gelagert
  2. HF-Kabinenboden auf schall- und schwingungsabsorbierender Unterlage, schwimmend
  3. Zusätzliche Einbringung von Massen (Spanplatten, etc.)

Kabinenwände:

  1. Erhöhung der Massen (Spanplatten, Gipskarton, doppelte Beplankung)
  2. Einlage von Schallabsorptionsmaterialien
  3. Einhaltung von Abständen zu den Rohwänden
  4. Zusätzliche Vorsatzschalen in schallgedämmter Ausführung
    (biegeweiche Vorschale)
  5. Luftdichter Verschluss vom Kabineninnenausbau zur Kabinendecke

Kabinendecke:

  1. Freitragende Deckenkonstruktion
  2. Einlage von Schallschutzmaterialien
  3. Einhaltung von Deckenabständen
  4. Erhöhung der Massen (Spanplatten, Gipskarton oder Blei)
  5. Einlegen von Membranen, ausgeführt mit bleibeschichteten Hartholzplatten
  6. Sämtliche Angaben der Schallpegel beinhalten die Gebäudestruktur. Z.B. besteht eine Schalldämmung von 60dB (A) am Boden aus der Rohdecke, dem Dämmmaterial und den Materialien des Bodenaufbaus.

Magnetische Abschirmung

Nach Besichtigung eines möglichen Standortes und/oder nach Auswertung der B0-Messungen kann sich herausstellen, dass ein MRT-System nur mit einer zusätzlichen magnetischen Raumabschirmung betrieben werden kann. Das Umfeld des MRT Systems muss vollständig von störenden Einflüssen abgeschirmt werden.

B0-Messungen

Störende Einflüsse von magnetischen Feldern können ein Ausschlusskriterium bei der Wahl eines Standortes für ein MRT System sein. Straßenbahnen, U-Bahnen, parkende oder fahrende LKW/PKW oder Aufzüge verändern die Magnetfeldbedingungen entsprechend der Entfernung zum Standort eines MRT u.U. so weit, dass ein Standort nicht geeignet ist. Stromführende Leitungen können ebenfalls große magnetische Streufelder erzeugen, die einen großen Einfluss auf Kernspintomographen haben können. inmed misst und dokumentiert die an einem Standort vorhandenen magnetischen Einflüsse in 3 Ebenen über einen Zeitraum von mindestens 24 Stunden. Aus den gewonnenen Messdaten kann somit eine Aussage über die magnetische Verträglichkeit eines Standortes getroffen werden.